Ilfisstadion

Die Ilfishalle kann saniert werden

10.07.2011: Der Langnauer Souverän stimmte der Vorlage zu

 

Die Zahl der Stimmberechtigten: 6'723

Die eingegangenen Stimmkarten: 3'517

Dies ergibt folgende Stimmbeteiligung: 52.3%

 

Abstimmungsresultat

Eingelangte Stimmzettel: 3'398

leer und ungültig: 13

gültige Stimmzettel: 3'385

Resultat: 2'594 (76.6 %) Ja 791 (23.4 %) Nein

 

Das Ilfisstadion kann nun saniert werden: Defizite bestehen vorab bei der Eisaufbereitung, der Sicherheit, bei den Garderoben und im Catering-Bereich. Eigentümerin der Eishalle ist die Ilfisstadion AG (ISAG), Zivilschutzanlage und Truppenunterkunft gehören der Gemeinde, der Curling-Club hat für seine Halle ein Baurecht. Diese drei Parteien haben die Planung zusammen mit den SCL Tigers vorangetrieben.

Kernstück des Sanierungsprojekts ist ein nordseitiger Anbau, mit dem Curlinghalle, Tigerstube, Restaurant Puck etc. ersetzt werden sollen. Die Gemeinde soll einen wesentlichen Beitrag an die Infrastruktur leisten, während für den Catering-Bereich und Zusatznutzungen private Investoren aufkommen müssen.

 

Im ehemaligen Ladenlokal Coop an der Oberstrasse soll die neue 3-Rink-Curlinganlage eingebaut werden, zudem macht die Gemeinde Vorleistungen für einen künftigen Schwingkeller.

 

Nun werden die Kosten konkret, an der GGR-Sitzung vom 6.Juni 2011 wurde folgendes Traktandum (ehemals Traktanden 5+6) behandelt:

Bewilligung eines Beitrages von Fr. 15‘380‘000.00 für die Sanierung der Ilfishalle und den Neubau einer Curlinganlage (inkl. Vorleistungen der Gemeinde für einen Schwingkeller) / Verabschiedung zu Handen der Gemeindeabstimmung (angenommen mit 34 zu 2 Stimmen).

 

Sanierung Ilfisstadion Langnau; Bericht in der BZ vom 7. Juni 2011

 

Im Anschluss an die Debatte im Langnauer Grossen Gemeinderat zum 15.38-Millionen-Kredit wurden in der BZ vorallem die Fraktionsmeinungen wiedergegeben. Diese lassen für den Stimmbürger wichtige Fragen offen und führen teilweise auch zu Falschinformationen. Im Hinblick auf die kommende Abstimmung vom 10. Juli 2011 ergeben sich zu einzelnen Aussagen folgende Präzisierungen:

• Es gebe in Langnau noch andere Sportklubs ausser den SCL Tigers; es darf nicht der Eindruck erweckt werden, mit dem Kredit erfolge eine direkte Unterstützung der SCL Tigers. Der Investitionsbeitrag an die Ilfis Stadion AG (ISAG) dient primär zur Aufrechterhaltung der Eisinfrastruktur.

• Das Projekt ist finanziell - wenn auch knapp - tragbar; Der Gemeinderat hat in seiner Finanzplanung klar aufgezeigt, dass das Projekt finanziell verkraftbar ist.

• Wir hoffen dass die Ballsporthalle Oberfeld wegen dieser Investition nicht hinausgeschoben wird; die Ballsporthalle kann trotz dieses Kredites wie geplant realisiert werden.

• Was passiert, falls die Tigers absteigen würden; Bei einem Rückzug der Tigers vom Profisport würden sich die Einnahmen stärker reduzieren als die Ausgaben, der Ausgleich müsste über einen höheren Betriebsbeitrag der Gemeinde an die ISAG abgedeckt werden. Damit käme der Gemeindebeitrag wohl in der Höhe von Bugdorf oder sogar Langenthal zu liegen (siehe Abstimmungsbotschaft Punkt 11.2).

• Die Gemeinde betreibt enorme Anstrengungen, um das Hockey am Leben zu erhalten; es geht vorliegend um die Eisinfrastruktur, welche hauptsächlich vom Nachwuchs, dem Breitensport und dem Schulsport wie aber auch vom Spitzeneishockey genutzt und entschädigt wird.

• "Rational gesehen müssten wir diese Vorlage ja ablehnen", war das Eingangsvotum der SP. Es kann festgestellt werden, dass nicht etwas die BZ die "rationalen Gründe" nicht abgedruckt hat, sonder diese auch bei der Beratung im Rat nicht erkennbar waren.

 

Johann Sommer, FDP

Präsident Grosser Gemeinderat

 

Dossier der Gemeinde zum Projekt